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Beats Biblionetz - Aussagen

Internet macht Wissen NICHT überflüssig.

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

Gerald LembkeIngo LeipnerDas gilt für alle Gebiete des Wissens. Wir brauchen ein Grundgerüst aus Fakten, um ein stabiles Haus aus Kenntnissen über die Welt zu bauen. Erst wer grundlegendes Wissen erworben hat, dem erschließen sich detaillierte Informationen. Der Rohbau verwandelt sich in ein schönes Eigenheim.
Von Gerald Lembke, Ingo Leipner im Buch Die Lüge der digitalen Bildung (2015) im Text Fit für die Zukunft
Franz EberleGerade damit Lernende in der Lage sind, aus der Informationsflut die richtigen Informationen abzurufen und lebenslang weiterzulernen, brauchen sie eine solide Wissensbasis: Nämlich Grundwissen oder Grundstrukturen der verschiedenen Fächer, einzelfachbezogen und fachbezogen (interdisziplinär)
Von Franz Eberle in der Zeitschrift Informatik 6/98 (1998) im Text Das Potential des Internet für Aus- und Weiterbildung: Mythos und Realität auf Seite 23
Joseph WeizenbaumNatürlich gibt es auch Perlen im Internet. Aber um die zu finden, braucht der Benutzer eine gewisse Kompetenz. Man muss sich für einen Fachbereich entscheiden, in dem man sich bereits auskennt. Man muss auf jeden Fall so viel wissen, dass man in der Lage ist, eine gute Frage zu formulieren.
Von Joseph Weizenbaum im Buch Wo sind sie, die Inseln der Vernunft im Cyberstrom? (2006) auf Seite 27
Joseph WeizenbaumNatürlich gibt es auch Perlen im Internet. Aber um die zu finden, braucht der Benutzer eine gewisse Kompetenz. Man muss sich für einen Fachbereich entscheiden, in dem man sich bereits auskennt. Man muss auf jeden Fall so viel wissen, dass man in der Lage ist, eine gute Frage zu formulieren.
Von Joseph Weizenbaum im Buch Computermacht und Gesellschaft im Text Information-Highway and the Global Village (2000) auf Seite 30
Manfred SpitzerDie in der Einführung erwähnte Anekdote von drei Schülern, die ein Referat über Georgien erstellen sollten und eines über den amerikanischen Bundesstaat Georgia gehalten haben, verdeutlicht aus meiner Sicht die Problematik der Suche im Internet sehr klar: Was man braucht, um im Netz fündig zu werden, ist eine solide Grundbildung und vor allem Vorwissen in dem Bereich, in dem sich die Suche bewegt.
Von Manfred Spitzer im Buch Digitale Demenz (2012) im Text Digital Natives: Mythos und Realität auf Seite 211
Um sich in der Überfülle an Informationen zurechtzufinden, die ein Hypertext bietet, benötigen Leser Ansätze zu einem strukturierten Weltwissen. Nur dann können sie sinnvoll die Informationen auswählen, die ihnen weiterhelfen. Das steht im Gegensatz zur weit verbreiteten Auffassung, Schülerinnen und Schüler müssten sich im Informationszeitalter kein inhaltliches Wissen mehr aneignen, sondern nur Wege und Methoden kennen lernen, um Informationen zu gewinnen.
Von Inge Blatt im Buch Grundschule digital (2001) im Text Der Computer im Deutschunterricht der Grundschule auf Seite 132
Autoren wie Don Tapscott scheinen eines nicht zu verstehen: Praktisch alle Disziplinen haben ihre Basics, ihren Grundstock an Kenntnissen und Kompetenzen, auf dem man aufbaut und den man nicht ständig erneuern kann. Wer keine Vokabeln büffelt, lernt keine Sprache; wer nicht Rechenoperationen exerziert, lernt keine Mathematik. Aus dem Grundstock, das heisst aus dem Memorieren und Internalisieren der Basics, wächst überhaupt erst das Verstehen, unsere Wahrnehmung der Bedeutung von Fakten und Daten - unsere ganze Kultiviertheit.
Von Eduard Kaeser in der Zeitschrift Bildungsbeilage WOZ 2012 (2012) im Text Eine Handvoll Trivialitäten
Klaus HaefnerDie Wirkung der Informationsverdichtung auf das Bildungswe- Sen wird gravierend sein. Wenn es gelingt, Information auf billigen Massenspeichern (siehe zu den Kosten weiter unten) zu verteilen, so wird die Notwendigkeit, Details zu lernen, erheblich reduziert werden. - Cleichzeit aber werden hohe Qualifikationen notwendig, um vom Massenspeicher die c(richtige» Information abzufragen. Wie lernt man dies? Wieviel ((Fachsystematik)) braucht man dazu? Wieviel technische Unterstützung bekomme ich durch Informationssysteme mit einem transparenten Begriffsapparat?
Von Klaus Haefner im Buch Die neue Bildungskrise (1982) im Text Die Herausforderungen der Informationstechnik
Werner HartmannAlois HundertpfundGerade beim Formulieren von Suchanfragen zeigt sich: Je mehr Wissen man in einem Themenbereich besitzt, desto besser kann man die gesuchten Inhalte erahnen und gezielt spezifische Suchbegriffe verwenden. Die Aussage »Heute muss man nichts mehr wissen, man findet alles im Internet«, kann nur jemand machen, der sich bei einer Suche mit ein paar zufälligen, oberflächlichen Fakten zufrieden gibt. Wissen unterstützt uns auch bei der Beurteilung von Informationen auf ihre Relevanz und ihren Wahrheitsgehalt. Ein Mediziner wird bei der riesigen Anzahl Treffer zur Suchanfrage »Prävention von Altersdiabetes« schnell die wissenschaftlich fundierten Informationen von den unzähligen, von medizinischen Laien verfassten Dokumenten trennen können.
Von Werner Hartmann, Alois Hundertpfund im Buch Digitale Kompetenz (2015) im Text Information und Wissen
Manfred SpitzerDas Irreführende am Begriff der Medienkompetenz ist zudem, dass man zur Nutzung des Computers oder des Internets nicht irgendeine Spezialfähigkeit benötigt (sieht man von ein paar Mausklicks und der oberflächlichen Kenntnis von AnwenderSoftware ab, die sich jeder innerhalb weniger Stunden aneignen kann). Man braucht vielmehr eine solide Grund- oder Allgemeinbildung. Wenn man diese erworben hat (nicht über Computer und Netz, denn man braucht sie schon zu deren Nutzung), dann kann man auch im Internet vieles finden und sich eingehend informieren. Wer jedoch (noch) nichts weiß, der wird durch digitale Medien auch nicht schlauer. Denn man braucht Vorwissen über ein Sachgebiet, um seine Kenntnisse dann zu vertiefen.
Wer das nicht glaubt, der sollte einmal bei einer Suchmaschine einen Sachverhalt eingeben, von dem er absolut keine Ahnung hat. Er wird dann rasch merken, dass ihm Google auch nicht helfen kann. Umgekehrt gilt: Je mehr ich schon weiß, desto eher werde ich im Netz auch noch die letzten mir bislang unbekannten Details finden, desto eher werde ich etwas interessantes Neues finden und desto schneller werde ich meine Recherehe abgeschlossen haben.
Von Manfred Spitzer im Buch Digitale Demenz (2012) im Text Was tun? auf Seite 311

iconVerwandte Begriffe


Begriffe
Internetinternet, Wissen

iconZitationsgraph

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iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

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