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Beats Biblionetz - Aussagen

Es braucht ein Schulfach Informatik

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconBemerkungen

In den meisten Bundesländern gilt das Fach nämlich nicht als Pflicht, auch in Niedersachsen nicht. Eine Ausnahme machen nur Bayern, Sachsen und Mecklenburg- Vorpommern.
Von Hilmar Schmundt im Text Besser als Ritalin (2014)
Jürg NievergeltDie naheliegende Lösung, Informatik als neues selbständiges Fach zu betrachten, wurde bald als unrealistisch aufgegeben; ihre Verwirklichung würde auf unüberwindliche Schwierigkeiten stossen.
Von Raymond Morel, Pierre Banderet, Fritz Egger, Erich Hui, André Jaquenod, René Jeanneret, Jürg Nievergelt, Edo Poglia, Marcel Sutter in der Broschüre Die Einführung der Informatik an den Mittelschulen (1978) auf Seite 20
Nando StöcklinAuch ein verpflichtendes Fach Informatik, das helfen würde, Konzepte zu verstehen, die in der heutigen Zeit von großer Bedeutung sind, hat einen sehr schweren Stand gegen die traditionellen Fächer.
Von Nando Stöcklin im Buch Zukunft des Lernens (2012) im Text Von analog zu digital
Unseres Erachtens führt die bisherige Entricklung hin zu einem neuen 'schweren Schulfach' lnformatik. Sie könnte der Akzeptanz des Conputers und der Bereitschaft, Informatik zu studieren, entgegenwirken.
Von Informatik-Kommission Gymnasien im Buch Informatik am Gymnasium (1988)
Im Gymnasium muss Informatik so rasch wie möglich als Grundlagenfach in den Fächerkanon aufgenommen werden, da ohne fundiertes Informatikwissen das Wesen der Informationsgesellschaft nicht begriffen werden kann.
Von Technische Gesellschaft Zürich (TGZ), Paul Kleiner im Text Dringend notwendige Reform der informatischen Bildung an den Primar-, Sekundar- und Mittelschulen! (2012)
Beat Döbeli Honegger[Es] erstaunt mich, dass im Lehrplan 21 auch in der Oberstufe kein Fach «Informatik» vorgesehen ist, also grundlegendes Wissen über die Funktionsweise von Computern wie Programmieren, Datenbanken, Datenformate etc.
Von Beat Döbeli Honegger im Text Medienkompetenz in der Schule benötigt Verbindlichkeit (2012)
Juraj HromkovicHelmut SchauerBeate KuhntDas Ergänzungsfach Informatik soll an den Zürcher Mittelschulen koordiniert und mit klaren Vorgaben im Hinblick auf Lehrpläne und die zu erlangenden Kompetenzen eingeführt werden, und auf ein Hochschulstudium vorbereiten.
Von Herbert Bruderer, Juraj Hromkovic, Martin Lüscher, Helmut Schauer, Guido Trommsdorff, Beate Kuhnt, Harald Pierhöfer im Buch Hochschulreife und Studierfähigkeit (2009) im Text Informatik auf Seite 117
Computer Science, on the other hand, is a largely ‘concept’-driven subject and is therefore more suited to specialisation in secondary school than either being taught across the curriculum or being made compulsory throughout schooling.
Von The Royal Society im Buch Shut down or restart? (2012) im Text The School Curriculum auf Seite 43
Peter MicheuzMany computer scientists and teachers who are engaged in the field of Informatics didactics never end to demand an obligatory subject Informatics at schools. Especially in Germany and Switzerland we can find petitions for an establishment of Informatics in general education.
Von Peter Micheuz im Konferenz-Band From Computer Literacy to Informatics Fundamentals (2005) im Text The Role of ICT and Informatics in Austria’s Secondary Academic Schools
Im Bereich ICT haben wir grossen Nachholbedarf in der Volksschule. Die Themen reichen vom Programmieren bis zur Medienkompetenz. Das wird im Lehrplan abgebildet. Sicher wird Programmieren nicht als eigenes Fach gelehrt. Aber ein gewisses Verständnis für die technologischen Grundlagen muss vermittelt werden.
Von Christian Amsler, Ulrich Schlüer in der Zeitschrift Lehrplan 21 - Können, Wissen, Kompetenzen und Standards in der Volksschule (2013) im Text Die Volksschule zwischen Wissen, Kompetenz und politischer Korrektheit
Jürg KohlasEs ist wie beim Übertritt von der Agrar- zur Industriegesellschaft, als Begriffe wie Energie und Materie wichtig wurden: Da führte man Physik, Chemie und Biologie an den Gymnasien ein. Heute sind es Begriffe wie Information und Algorithmus, die bestimmend sind, und darum muss die Informatik ins Gymnasium.
Von Jürg Kohlas im Text "Wir könnten viel Geld sparen" (2013)
Zum Schluss noch ein Vergleich. Die Mathematik gilt bekanntlich als Wissenschaft, die hauptsächlich Hilfsmittel für andere Wissenschaften ist. Trotzdem ist es noch niemandem eingefallen die Mathematik als Fach abzuschaffen und ausschliesslich integriert, z. B. in der Physik zu unterrichten. Ähnlich verhält es sich mit der Informatik.
Von Alex Birrer im Text Informatik-Reife? (2003)
Beat Döbeli HoneggerWenn die Allgemeinbildung die Aufgabe hat, Lernenden ein Verständnis ihrer Lebenswelt zu ermöglichen, dann gehört heute im Fachbereich «Natur und Technik» nicht nur Physik, Chemie und Biologie für die physische Welt dazu, sondern auch Informatik für die virtuelle Welt, die unser Leben ganz real mit Automatisierung, Internet etc. zunehmend prägt.
Von Beat Döbeli Honegger im Text Medienkompetenz in der Schule benötigt Verbindlichkeit (2012)
Ludger HumbertAls Folge der Durchdringung des Alltags mit den Ergebnissen der Naturwissenschaften wurden Physik, Chemie und Biologie in der Schule als Pflichtfächer eingeführt - als Fol- ge der Durchdringung des Alltags mit den Ergebnissen der Informatik wird das Pflichtfach Informatik eingeführt - wie in Bayern, Sachsen undMecklenburg-Vorpommern bereits ge- schehen.
Von Matthias Heming, Ludger Humbert im Text Mobil Programmieren
Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass eine eingehende Beschäftigung mit den Grundlagen und der Anwendung der Informatik nur in einem eigenständigen Fach (Fachinformatik) gewährleistet ist. Im Rahmen der geplanten MAR-Revision ist die Einführung des Ergänzungsfachs Informatik vorgesehen. Ob, wann und wie dieses Vorhaben verwirklicht werden wird, ist allerdings noch ungewiss.
Von Herbert Bruderer im Text Wie viel Informatik brauchen Mittelschulen? (2005)
Carl August ZehnderAber Informatikanwendung allein genügt im Gymnasium nicht! Es braucht daneben - besser wohl: davor - ein eigenständiges Grundlagenfach "Informatik" (nachstehend "Fachinformatik" genannt). In dieser Fachinformatik erhalten Schülerinnen und Schüler das nötige Konzeptwissen, um anschliessend die Informationstechnik in beliebigen Fächern ("Informatikanwendung") und auch selbständig mit Verstand einsetzen zu können.
Von Carl August Zehnder im Text Informatik-Allgemeinbildung (2000)
Informatik muss in der Schule einen höheren Stellenwert erhalten: Informatik als Kulturtechnik des strukturierten Denkens, der Kreativität und der Innovation muss im Gymnasium zum Grundlagenfach werden, und die Wichtigkeit der Informatik muss bei der Erarbeitung der Lehrpläne der Volksschule berücksichtigt werden. Bereits in der Volksschule gilt es, Schülerinnen für Technik und Informatik zu begeistern. Daneben soll sich die Informatik aber auch in der Lehrerausbildung spürbar niederschlagen.
Von ICTswitzerland, economosuisse in der Broschüre digitale agenda 2.0 (2013)
Beat Döbeli HoneggerBeate KuhntCarl August ZehnderMit dem Ergänzungsfach Informatik kommt jedoch nur eine kleine Gruppe Interessierter in den Genuss einer echten Informatikausbildung. Der Allgemeinbildungsauftrag des Gymnasiums, seine Absolventen, und zwar alle, auf die heutige Welt und auf ein Hochschulstudium vorzubereiten, wird damit in einer Kerndisziplin des 21. Jahrhunderts schlicht nicht erfüllt. Genau deswegen gilt es jetzt, Informatik als Grundlagenfach in die Gymnasiallehrpläne einzubauen und gleichzeitig die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, namentlich im Bereich der Ausbildung der Lehrpersonen.
Von Beat Döbeli Honegger, Beate Kuhnt, Carl August Zehnder im Buch informatik@gymnasium (2013) im Text Informatik, ICT und Medienbildung
Steffen FriedrichWas könnte Entscheidungsträger in den 16 Ländern davon abhalten, ein Pflichtfach Informatik für alle Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen von 5 bis 10 einzuführen? Uns fällt ein: Für ein neues Schulfach müsste man anderen Fächern Stunden wegnehmen (das ist konfliktbeladen) oder es ergäbe sich eine Stundenerhöhung für die Schülerinnen und Schüler; fehlende Informatiklehrerinnen und -lehrer; Anschaffungsund Wartungskosten für vernetzte Computertechnik; Skepsis von Entscheidungsträgern bezüglich des allgemeinen Bildungsgehalts der Informatik und dessen Notwendigkeit.
Von Michael Fothe, Steffen Friedrich im Text Informatik in die Schule! (2011)
Franz EberleDie für verschiedene Verbände, Stiftungen und Ausbildungsstätten sprechende Organisation ICT Switzerland setzt die Informatik in Analogie zur Mathematik und plädiert für ein Pflichtfach Informatik, welches das Programmieren bereits auf der Primarstufe lehrt (ICT Switzerland, 2011, S. 16). Sie bezeichnet die Informatik gar als «Leitwissenschaft » und fordert den «ihr gebührenden Platz»: «Informatik im Sinne des ‹Computational Thinking› (algorithmisches Denken) und der Verzahnung des mathematisch-naturwissenschaftlichen Denkens mit der Vorgehensweise der Entwickler in technischen Disziplinen soll obligatorisch für alle an Mittelschulen unterrichtet werden.» (Ebd.)
Von Franz Eberle, Christel Brüggenbrock im Buch Bildung am Gymnasium (2013) auf Seite 79
Beat Döbeli HoneggerIhrer Meinung nach sollte «Medienkompetenz» als eigenes Fach eingeführt werden. Ab Kindergartenstufe.
Ja, allerdings mit unterschiedlicher Gewichtung je nach Schulstufe. Spannend ist zur Zeit Folgendes: Angehende Kindergartenlehrpersonen haben teilweise das Gefühl, sie würden den Erstkontakt der Kinder mit Medien herstellen. Dabei kommen heute schon Zweijährige mit Tablets und Smartphones in Berührung. Deshalb gilt: Wenn die Kinder in den Kindergarten kommen, haben sie bereits Medienerfahrung. Selbst Informatik kann ich auf einer sehr heruntergebrochenen Stufe in der Primarschule oder im Kindergarten unterrichten. Ein Kind, das ein Spiel mit starren Spielregeln spielt, befolgt eigentlich ein Programm. Ich kann in der frühen Primarschule sagen: «Wie könnte man die Spielregeln ändern? Was würde dann mit dem Spiel geschehen?» - Und schon fangen die Zusammenhänge an.
Von Beat Döbeli Honegger, Fabienne Schmuki im Text Smartphones im Chindsgi (2013)
Steffen FriedrichUnd was spricht für ein Schulfach Informatik? Computer sind überall, ob sichtbar oder eingebettet. Schülerinnen und Schüler nutzen sie ständig. Überzeugende Beispiele sind Internet und Mobiltelefon. Dieser Allgegenwart muss sich Schule stellen. Erst das Hinter-die-Kulissen-schauen lässt Konzepte erkennen, lässt Möglichkeiten und Grenzen sowie Chancen und Risiken von modernen Informations- und Kommunikationssystemen bewusst werden; dies auch als Voraussetzung dafür, die Technik kompetent nutzen zu können. Nur ein guter und anspruchsvoller Informatikunterricht bereitet auf die Erfordernisse von Berufsausbildung und Studium vor und kann werbend - im besten Sinne des Wortes - für den IT-Sektor oder ein Informatikstudium sein. Mehr Interessierte an MINT-Studiengängen und damit auch höhere Absolventenzahlen können dazu beitragen, den seit Jahren vorhandenen und von verschiedenen Seiten bemängelten Fachkräftemangel zu verringern. Ein solider Informatikunterricht kann Mädchen und junge Frauen bei der Entscheidung unterstützen, in diese Richtungen zu gehen.
Von Michael Fothe, Steffen Friedrich im Text Informatik in die Schule! (2011)

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