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Beats Biblionetz - Aussagen

Medienwirkungen sind nicht einfach nachzuweisen

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iconBemerkungen

Rolf SchulmeisterViele Studien basieren auf völlig überzogenen Hypothesen zu angeblichen Effekten des Lernens mit Comoutern, die ich bereits mehrfach als »pädagogische Mythen« bezeichnet habe.
Von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme im Text Im Land der Null-Hypothesen (1996) auf Seite 365
Gerhard TulodzieckiBardo HerzigViele Untersuchungen sind nicht theoriegeleitet angelegt. Damit leisten sie zum einen nur begrenzt Beiträge zur Theoriebildung zum Lernen mit Medien, zum anderen gehen sie häufig von theoretisch nicht begründeten Hypothesen aus.
Von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 83
Rolf SchulmeisterDie meisten Studien sind aktuellen Bedingungen so verpflichtet, daß ihre Ergebnisse nach fünf Jahren bereits überholt sind; Metaanalysen, die historisch derart bedingte Evaluationen vergleichen, müssen zu widersprüchlichen Ergebnissen kommen;
Von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme im Text Im Land der Null-Hypothesen (1996) auf Seite 364
Gerhard TulodzieckiBardo HerzigStudien zu generellen Medieneffekten zielen in der Regel auf Effizienzaspekte des Lernens im Hinblick auf Wissenserwerb, Behaltensleistung oder Lernzeit ab. Eine differenzierte Sicht auf Lernwege und andere Prozessvariablen unterbleibt häufig.
Von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 83
Rolf SchulmeisterPraktisch jede empirische Evaluationsstudie endet mit dem Fazit, dass man bei einer Wiederholung des Experiments noch diese oder jene weitere Variable kontrolHeren müsse, was zu einem infiniten Regress der Suche nach unabhängigen Variablen fuhrt.
Von Rolf Schulmeister im Buch E-Learning in Hochschulen und Bildungszentren (2004) im Text Kriterien didaktischer Qualität im E-Learning zur Sicherung der Akzeptanz und Nachhaltigkeit auf Seite 483
Rolf SchulmeisterViele Studien vergleichen unvergleichbare Methoden auf Teil unfaire Weise miteinander; Kontrolldesigns sind mit derart schwierigen Problemen behaftet, daß die Hoffnung, auf diesem Wege zu solideren Aussagen zu kommen, bislang unerfüllt geblieben ist;
Von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme im Text Im Land der Null-Hypothesen (1996) auf Seite 365
Beat Döbeli HoneggerDas Nachweisen eines didaktischen Mehrwerts ist immer sehr schwierig, weil das Medium ja nicht die alleinige Rolle spielt. Man fragt auch nicht, ob die Wandtafel einen didaktischen Mehrwert hat - man benutzt sie, weil sie offensichtlich nützlich ist. Das ist mit neuen Medien ähnlich.
Von Beat Döbeli Honegger in der Zeitschrift LOG IN 152: Web 2.0 in der Schule (2008) im Text Von der Faszination des Web 2.0 auf Seite 31
Gerhard TulodzieckiBardo HerzigDie Studien zu generellen Medieneffekten machen deutlich, dass die Forschungsfrage nach einem globalen Vergleich zwischen einzelnen Medienarten und dem personal geführten Unterricht letztlich nicht sinnvoll ist, weil eine Vielzahl von Variablen die Effizienz von Lernprozessen mit Medien beeinflussen.
Von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 82
Gerhard TulodzieckiBardo HerzigIn der Regel sind die durchgeführten Treatments nur unzureichend beschrieben, sodass ex post nicht mehr nachvollziehbar ist, welche einzelnen Instruktionen oder Interaktionen stattfanden. Die fehlende Kontrolle entsprechender Variablen erschwert die Interpretation der Ergebnisse in Bezug auf eine Differenzierung von Ursache und Wirkung.
Von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 83
Gerhard TulodzieckiBardo HerzigKomparative Studien abstrahieren insbesondere von Interaktionsbedingungen während des Treatments. Unterstellt man, dass interaktioneile Kontexte aber für die experimentelle Situation grundsätzlich bedeutsam sind, dann »sind die Versuchsbedingungen eben nicht vergleichbar, obwohl sie gerade verglichen werden sollen« (SCHULMEISTER 2002, S. 409).
Von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 82
Gerhard TulodzieckiBardo HerzigEine grundsätzliche Kritik verbindet sich mit der experimentellen Situation, in der zum Teil künstliche Umgebungen geschaffen wurden, die eine Übertragung der Ergebnisse auf »reale« Lernsituationen in der Regel nicht zulassen (dies gilt allerdings nicht nur für Medienvergleichsuntersuchungen, sondern auch für andere Bereiche der Lehr-Lernforschung).
Von Gerhard Tulodziecki, Bardo Herzig im Buch Mediendidaktik (2004) im Text Forschungsergebnisse zum Lernen und Lehren mit Medien auf Seite 82
Sabine SeufertDieter EulerDie Frage nach dem didaktischen Mehrwert von eLearning gegenüber traditionellen Lehrveranstaltungen rückt dabei in den Vordergrund. eLearning-Szenarien müssen mindestens genauso effektiv und effizient sein wie die traditionelle Lehre, um auf Dauer eine hohe Akzeptanz und einen breiten Einsatz zu erreichen. Empirische Studien haben jedoch ihre Grenzen, da die Wirkungsvariablen trotz des Einsatzes aufwändiger statistischer Verfahren nur zum Teil kontrolliert werden können und die Generalisierbarkeit der Befunde fraglich ist.
Von Sabine Seufert, Dieter Euler im Buch Learning Design (2005)
Gabi ReinmannDie Komplexität von Lehr-Lernsituationen und die damit einhergehende Vielzahl an wirksamen Variablen und deren unzähligen Interaktionen mit wiederum anderen Variablen setzen der experimentellen wie auch der korrelativen Forschung heute wie damals eine klare Grenze. Die Folge ist, dass z.B. die meisten Vergleiche von Unterrichtsmethoden und -medien keine signifikanten Ergebnisse erzielen; die wenigen signifikanten Ergebnisse widersprechen sich gegenseitig. Das ist auch heute noch so und das gilt im Besonderen für die E-Learning-Forschung.
Von Gabi Reinmann im Konferenz-Band E-Learning - Alltagstaugliche Innovation? (2006) im Text Nur Forschung danach?
Dominik PetkoDie These des Neurologen Manfred Spitzer, dass Bildschirmmedien Kinder «dumm, krank und möglicherweise auch tot» machen, ist nach gegenwärtigem Wissensstand in dieser Pauschalität schlicht falsch. Medien werden von Menschen auf sehr unterschiedliche Weise genutzt. Ob Qualität und Quantität von Mediennutzung tatsächlich schädlich ist, hängt stark vom biografischen und sozialen Kontext der Nutzerin bzw. des Nutzers ab. Eine bestimmte Art der Mediennutzung ist ausserdem nicht unbedingt Ursache einer problematischen Entwicklung, sondern kann auch eine Auswirkung sein.
Von Dominik Petko im Buch educaguide Didaktik (2007) im Text Reflexion auf Seite 68
Dieses Fazit kann nur diejenigen verwundern, die Unterricht als ein System starrer Komponenten betrachten, in dem der Austausch eines Elements sozusagen mechanisch die Wirkung in einer Richtung verändert. Wir haben es aber schon auf der Ebene der Programme mit erheblichen Unterschieden in der didaktischen Konzeption und der methodischen Ausgestaltung zu tun. Weiterhin unterscheiden sich die Formen ihres Einsatzes im Unterricht: der soziale Kontext und die Zusammensetzung der Schülergruppen, der pädagogische Stil der Lehrerinnen usw. Ohne Kenntnis dieser Bedingungen läßt sich wenig über den Nutzen und die Wirkung von Compulern sagen.
Von Albrecht Bohnenkamp im Buch Computer und Schriftspracherwerb (1993) im Text Computer im Grundschulunterricht? auf Seite 12
Hermann ForneckDas Problem besteht also darin, dass weder pädagogischen Methoden an sich, noch bestimmten multimedialen Arrangements eine spezifische Wirkung zugesprochen werden kann, so ist die empirische Forschungslage.
In der Alltaspraxis - auch über bestimmte Interessen, die damit in Verbindung stehen - wird aber den atechnischen Medien oder Methoden eine weniger positive oder innovative Wirkung zugeschrieben als den technischen. Das ist prekär, weil es einfach so nicht richtig ist. Dem technischen Medium an sich kommt keine spezifische Wirkung zu, sondern erst, wenn dieses technische Medium in einen ganz konstitutiven oder situativen Interaktionszusammenhang mit Lernenden tritt; und erst dann, wenn man diesen Interaktionszusammenhang genau analysiert, dann kann man von Lernwirkungen sprechen, bzw. auf diese zurückschliessen.
Von Hermann Forneck im Text Pädagogische Überlegungen zum technischen Medium in Lehr-Lernprozessen (2007)
Hermann ForneckUnd in diesen Forschungen passierte und passiert im Moment weiter, das was in der traditionellen Unterrichtsforschung vor zwanzig oder dreissig Jahren auch passiert ist. Man kommt mit zunehmender empirischer Erforschung auf immer weitere Wirkungsfaktoren. Und das hört sich dann zum Schluss so an: Unter der Bedingung, dass folgende zehn Faktoren gegeben sind, gilt, dass A positive, bei B keine und bei C negative Wirkungen erzielt werden Dann kann man diese zehn Faktoren kombinieren und dann gibt es 10 hoch 9 Wirkungskombinationen, d.h. zum Schluss wird die Geschichte forschungsmässig so komplex, dass eineindeutige Aussagen nicht mehr zu machen sind. Im Prozess der empirischen Erforschung des Lernens nimmt also die Komplexität der Faktoren zu und die Reichweite der Ergebnisse nimmt umgekehrt proportional ab und zwar, weil immer mehr konstellative Bedingungen mit den Ergebnissen verknüpft werden, sie ausdifferenziert werden.
Von Hermann Forneck im Text Pädagogische Überlegungen zum technischen Medium in Lehr-Lernprozessen (2007)

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