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Beats Biblionetz - Begriffe

situated learning / situated cognitionsituated learning

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iconSynonyme

Situiertes Lernen, situated learning, situated cognition

iconDefinitionen

Ein Lernen anhand möglichst authentischer Problemsituationen.
Von Peter Strittmatter, Helmut M. Niegemann im Buch Lehren und Lernen mit Medien (2000) im Text Didaktische Konzeption und Entwicklung medienbasierter Lernumgebungen auf Seite 26
These der konstruktivistischen Kognitionswissenschaft: Lernprozesse sind umso nachhaltiger, je mehr die Lernaufgaben in Handlungskontexte integriert sind. Die Verwendungssituationen sollten möglichst relevant, authentisch, mehrperspektivisch sein.
Von Horst Siebert im Buch Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung (2003)
Ludwig J. IssingEntsprechend dem theoretischen Ansatz des situierten Lernens [...] erfolgt die mentale Repräsentation eines Konzepts nicht isoliert und in abstrakter Form, sondern unter Berücksichtigung des sozialen und physikalischen Kontexts der sozialen und physikalischen Situation, in der das Konzept relevant ist und angewendet wird.
Von Ludwig J. Issing, Paul Klimsa Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Information und Lernen mit Multimedia (1995) auf Seite 562
Ludwig J. IssingDie Vertreter konstruktivistischer Ansätze betonen seit den 80er- Jahren die Schaffung kontextbezogener, kooperativer und kommunikativer Lernumgebungen und sehen die Hauptaufgabe des Lehrens darin, Situationen zu schaffen, die Lernen stimulieren und den Lernenden dazu anregen, neue Konzepte und Prozeduren entstehen zu lassen.
Von Ludwig J. Issing, Paul Klimsa Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Information und Lernen mit Multimedia (1995) auf Seite 562
a learning theory that posits that context, to a large extent, determines meaning and affects interpretation, with the implication that learning activities should occur, when possible, in authentic situations; legitimate peripheral partici - pation in a community of learners is a key learning process according to situated learning theory (see Lave, 1988).
Von J. Michael Spector im Buch Foundations of Educational Technology (2012)
Wissen ist nach dieser Auffassung stets konstruiert und stets situiert, d. h. von seinem Erwerbskontext abhängig. Im Vordergrund steht daher das Lösen komplexer Ausgangsprobleme in möglichst authentischen Kontexten. Das Problem ist aus multiplen Perspektiven zu betrachten; die sich im sozialen Austausch ereignenden Problemlöseprozesse sollten artikuliert und reflektiert werden.
Von Stephan Wöckel im Buch Internet in der Grundschule (2002) im Text Pädagogisch-didaktische Grundlegung auf Seite 129
Norbert PachlerBen BachmairLave and Wenger (1991), the main proponents of situated learning, emphasise the situated character of meaning-making. They view learning as a mode of meaning-making in contexts, which can transgress the school in the same way an apprenticeship does in work-based learning contexts. Meaning-making is viewed as more than just the production, the decoding and the memorising of signs. Signs and learners depend constitutively on situations as otherwise meaning does not come about.
Von Norbert Pachler, Ben Bachmair, John Cook im Buch Mobile Learning (2010) im Text Charting the Conceptual Space
Franz Josef RöllDer Ansatz des situierten Lernens sieht Lernen nicht als Resultat von Entscheidungsprozessen des einzenen Individuums. Lernen ist nach dieser Auffassung in den materiellen und sozialen Kontexten (Lebenswelt ) eingebunden. Unter keinen Umständen kann das Gelernte von den situativen Bedingungen, zu der auch historische und kulturelle Kontexte gehören, in der das Lernen stattfindet, getrennt werden. Lernen wird als Prozess aufgefasst, in dem personenexterne Komponenten, personeninterne Faktoren und die konkrete Situation eine Wechselbeziehung eingehen.
Von Franz Josef Röll im Buch Pädagogik der Navigation (2003) im Text Lernen in der Wissensgesellschaft auf Seite 119
Ben BachmairEnde der 1980er Jahre entwickelte sich in der US-amerikanischen Pädagogik mit dem situierten Lernen (Lave, Wenger 1990) ein theoretisches Modell als Gegenentwurf zum Instruktionslernen, also dem wiederholenden Erlernen vorgegebener Lerninhalte. Ausgangspunkt für den Gegenentwurf des situierten Lernens war eine für Sprechtheorie und Semiotik damals selbstverständliche Überlegung, dass Bedeutungen nicht transportiert, sondern immer in Abhängigkeit von der Situation, in der die Menschen denken, handeln und kommunizieren entstehen. Die Menschen stellen also in ihrer Kultursituation Bedeutung her. Lernen ist eine kulturelle Form der Herstellung von Bedeutungen, in der Kinder oder Jugendliche je nach der dominierenden Situation sich etwas aneignen, weil sie selber Objekten, Emotionen, Vorgängen, Gesprächspartnern und deren Aussagen oder Texten und Medien Bedeutung verleihen. Sie lernen also in der Schule als Schüler, vor dem Bildschirm mit Unterhaltungsanspruch oder in einer Werkstatt als Lehrling, weil sie in diesen Situationen aus den vorgegebenen Inhalten und Tätigkeiten für sich Bedeutsames schaffen (Brown et al. 1989, Lave, Wenger 1990, Hanks 1990).
Von Ben Bachmair im Buch Medienwissen für Pädagogen (2009) im Text Bildung auf Seite 153

iconBemerkungen

Rolf Schulmeister"Situated Cognition" ist entstanden aus der Auseinandersetzung der Psychologie mit Maturana.
Von Rolf Schulmeister im Buch Grundlagen hypermedialer Lernsysteme (1996) im Text Theorien des Lernens auf Seite 71

iconVerwandte Objeke

icon
Verwandte Begriffe
(Cozitation)
cognitive apprenticeshipcognitive apprenticeship, anchored instructionanchored instruction, cognitive flexibilitycognitive flexibility, Metakognitionmetacognition, Konstruktivismusconstructivism

iconRelevante Personen

iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

iconZitationsgraph

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