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Beats Biblionetz - Begriffe

Buchbook

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconSynonyme

Buch, book, Bücher

iconDefinitionen

David WeinbergerDie Bibliothekare haben begriffen, dass es zwischen der platonischen Idee von Hamlet und den zerfledderten Taschenbuchausgaben, die Schüler oder Studenten mit sich herumtragen, noch auf mehreren Ebenen Bücher gibt. Daher hat die International Federation of Libraries Association als Standard die Functional Requirements for Bibliographie Records (FRBR, funktionelle Vorschriften für die bibliografische Erfassung) entwickelt. Das abstrakteste Konzept, das dabei beschrieben wird, ist das Werk - wie Hamlet in all den unterschiedlichen Aufführungs- und Publikationsformen. Als Nächstes wird ein Ausdruck definiert, wie die First Folio-Fassung oder die Folger-Ausgabe des Werks. Dann kommt eine Manifestation, bei der der Ausdruck auf Papier (oder auf CD oder ins Internet) gebracht wird, beispielsweise die gebundene Folger-Ausgabe, die Taschenbuchausgaben und die Ausgaben mit großer Schrift. Am Schluss stehen die Items, die tatsächlichen Exemplare des Buchs. Obwohl sich das sehr ordentlich anhört, wird es doch schnell chaotisch. Ist die Hamlet-Fassung für Kinder, die ein Happy End hat, immer noch Hamlet? Wie steht es mit Werken, die von Hamlet inspiriert wurden ....
Von David Weinberger im Buch Everything is Miscellaneous (2007) im Text Die Blätter werden schlau auf Seite 147

iconBemerkungen

Vieles wird in Zukunft nicht mehr in Büchern stehen, weil sie technisch überfordert sind und das Internet praktischer ist: Bücher sind am Tag nach dem Druck schon veraltet, Texte in digitalen Medien können jederzeit aktualisiert, ergänzt, mit anderen verknüpft werden. Können in allen Schriftgrößen gelesen, ausgedruckt, übersetzt werden. Können Bücher alles nicht.
Von Gerhard Falschlehner im Buch Die digitale Generation (2014)
David WeinbergerDer Anblick der Karten, die sich in einem Bibliothekskatalog aneinanderdrängen, hat etwas Tröstliches. In den ordentlich aufgereihten Kästen wartet eine sorgfältig indexierte Ideen- und Wissenswelt auf uns, mehr, als wir in unserem ganzen Leben aufnehmen können. Doch die zweite Ordnung verdeckt eine Komplexität, mit der die dritte uns direkt konfrontiert: Wir wissen gar nicht wirklich, was ein Buch ist.
Von David Weinberger im Buch Everything is Miscellaneous (2007) im Text Die Blätter werden schlau auf Seite 143
Fehlt der leichte Zugang zum gekauften Buch, geht viel vom Nutzen wieder verloren. Man stelle sich ein Buch vor, das einen herkömmlichen Verkaufspreis trägt, aber selbst nach dem Kauf nur unwesentlich zugänglicher ist als ein Buch, das man in der Bibliothek ausleiht. Ein mit Digital Rights Management (DRM) versehenes E-Book kann dieser Unattraktivität je nach gewählter Plattform bereits recht nahe kommen.
Von Marcel Weiß im Buch Erfolgreich publizieren im Zeitalter des E-Books (2012) im Text Erfolgreich Publizieren im Zeitalter des E-Books auf Seite 7
Michael GieseckeDie Industrienationen haben das sprachliche Wissen in unseren Köpfen und in den Büchern zum einzig glaubwürdigen Spiegel der Umwelt erklärt. Sie erfanden den Buchmarkt als interaktionsarmes Vernetzungsmedium zwischen den Menschen. Sie standardisierten die visuelle und akustische Wahrnehmung sowie die logische Informationsverarbeitung so konsequent, dass sie sich heute praktisch vollständig technisch simulieren lassen. Ihre Identität fanden die Industrienationen in Europa als Buchkultur. In das Medium ›Buch‹ übersetzte man alle Informationen, die wertvoll genug schienen, an die nachfolgenden Generationen vererbt zu werden. In diesem Medium führte man die Auseinandersetzungen über die Grundwerte der Gesellschaft. Mit seiner Hilfe normierte man die gesellschaftlicheWissensproduktion und überhaupt das soziale Handeln. Ohne dieses Medium keine allgemeine Schulpflicht, keine Aufklärung, keine industrielle Massenproduktion und auch keine Wissenschaft, die nach allgemeinen Wahrheiten sucht. Und umgekehrt: Ohne die Marktwirtschaft und die Industrie hat sich nirgendwo das Phänomen herausgebildet, das wir als Buchkultur beschreiben.
Von Michael Giesecke im Buch Von den Mythen der Buchkultur zu den Visionen der Informationsgesellschaft (2002) im Text Für ein zeitgemäßes Konzept kultureller Kommunikation auf Seite 11

iconVerwandte Objeke

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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Schulbuchschoolbook, Verlagepublisher, Lehrmittelverlagtextbook publisher, Schuleschool, Schulbuchforschung
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Verwandte Aussagen
Ein Schulbuch ist nicht einfach ein normales Buch

CoautorInnenlandkarte

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iconRelevante Personen

iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

Gerd Stein Gerd
Stein
Uwe Sandfuchs Uwe
Sandfuchs
Eckhardt Fuchs Eckhardt
Fuchs
ILZ Interkantonale Lehrmittelzentrale ILZ
Interkantonale Lehrmittelzentrale
Hartmut Hacker Hartmut
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Thomas Höhne Thomas
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Martin Rauch Martin
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Ekkehard Wurster Ekkehard
Wurster

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

iconBlahfasel-Generator (Beta)

Der Leuchtturm Buch - beeinflusst von Beat Döbeli Honegger
"Buch" ist zu einem Leitbegriff des 21. Jahrhunderts geworden. Eine sachliche Dokumentation erscheint wichtig.
Im Jahr 1976 wurde der Begriff zum ersten Mal beschrieben. Wer erinnert sich noch genau an diese Zeiten? Oft wird ILZ Interkantonale Lehrmittelzentrale zum Thema Buch zitiert. Eckhardt Fuchs wird aber ebenfalls oft genannt.
Ein Blick auf die Begriffsgenese ist hilfreich. Die neuste einigermassen bekannte Definition des Begriffs von David Weinberger aus dem Jahr 2007 lautet: "Die Bibliothekare haben begriffen, dass es zwischen der platonischen Idee von Hamlet und den zerfledderten Taschenbuchausgaben, die Schüler oder Studenten mit sich herumtragen, noch auf mehreren Ebenen Bücher gibt. Daher hat die International Federation of Libraries Association als Standard die Functional Requirements for Bibliographie Records (FRBR, funktionelle Vorschriften für die bibliografische Erfassung) entwickelt. Das abstrakteste Konzept, das dabei beschrieben wird, ist das Werk - wie Hamlet in all den unterschiedlichen Aufführungs- und Publikationsformen. Als Nächstes wird ein Ausdruck definiert, wie die First Folio-Fassung oder die Folger-Ausgabe des Werks. Dann kommt eine Manifestation, bei der der Ausdruck auf Papier (oder auf CD oder ins Internet) gebracht wird, beispielsweise die gebundene Folger-Ausgabe, die Taschenbuchausgaben und die Ausgaben mit großer Schrift. Am Schluss stehen die Items, die tatsächlichen Exemplare des Buchs. Obwohl sich das sehr ordentlich anhört, wird es doch schnell chaotisch. Ist die Hamlet-Fassung für Kinder, die ein Happy End hat, immer noch Hamlet? Wie steht es mit Werken, die von Hamlet inspiriert wurden...."...

icon2 Vorträge von Beat mit Bezug

icon384 Erwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

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iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.