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Beats Biblionetz - Aussagen

Informatik muss sich mit mehr als Theorie und Technik beschäftigen

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iconBemerkungen

Mark GuzdialThe modern computing world is not just designed. It emerges from people working with it, trying to understand and use it (typically, in ways different than originally designed), and interacting with millions of others doing the same things. We have to study it as it is, not just as how we meant it to be.
Von Mark Guzdial im Text Human-Centered Computing (2013)
Mark GuzdialIt is not surprising that understanding today’s world of ubiquitous computing requires a blend of computing and social science. The phenomena of social computing are not primarily about technology. What is interesting about our modern computing milieu is the blend of technology, humans, and community. Human-centered computing is a new subdiscipline of computer science that prepares students for studying our socio-technical world.
Von Mark Guzdial im Text Human-Centered Computing (2013)
Die Diskussion um gesellschaftliche Auswirkungen der Informationstechnologien überlassen Informatiker damit allzu gerne anderen Disziplinen. Diese Zuständigkeitsverteilung wird fachintern damit begründet, das Haus der Informatik sei historisch aus der Mathematik und der Elektrotechnik entwachsen, mithin auf einem mathematischen Fundament erbaut und verfüge damit nicht über die Begriffe und Methoden, um Fragen nach Anwendung oder Auswirkungen von Informationstechnologien wissenschaftlich fundiert zu beantworten.
Von Jochen Koubek im Konferenz-Band Unterrichtskonzepte für informatische Bildung im Text Informatische Allgemeinbildung (2005)
Informatische Allgemeinbildung ist geprägt durch Kompetenzen, sowohl bezüglich der technischen als auch der soziokulturellen Dimension von IKT. Bei letzterer empfiehlt es sich, den umfangreichen Gegenstandsbereich in Themen zu gliedern, in Äußerungszusammenhänge, die in den Sozial- und Geisteswissenschaften seit den 60er Jahren unter dem Namen Diskurse referiert werden. Beispiele für solche Diskurse sind Geschichte der Rechentechnik, Datenschutz, Urheberrecht, Ökologie, Ethik oder Computerkunst. Das Verständnis dieser Diskurse ist für informatische Bildung ebenso wichtig, wie z. B. die Kenntnis von Datenbanken, Systemmodellierung, Hardware oder Netzwerkprotokollen.
Von Jochen Koubek im Konferenz-Band Unterrichtskonzepte für informatische Bildung im Text Informatische Allgemeinbildung (2005)
Der Informatikunterricht an Schulen in Deutschland orientiert sich in seinen Inhalten bislang an dem Vorbild der wissenschaftlichen Disziplin Informatik (Universitätsinformatik). Jedoch scheint es aufgrund der allgemeinbildenden Zielsetzung eines schulischen Informatikunterrichts empfehlenswert, sich nicht ausschließlich an den klassischen Disziplingrenzen zu orientieren. Es sollte vielmehr kritisch reflektiert werden, inwiefern Fragestellungen der Medienbildung und der angewandten Informatiken den schulischen Informatikunterricht bereichern können. Aus der Sicht der Autoren ist hier insbesondere an die Wirtschaftsinformatik zu denken. Typische Themen der Wirtschaftsinformatik – wie Prozessmodellierung und Geschäftsmodelle im Internet – scheinen gut geeignet, um Schülern die hohe Relevanz und enge Verflechtung von IT, Wirtschaft und Gesellschaft anschaulich zu vermitteln.
Von Carola Schauer, Hanno Schauer im Buch IT an allgemeinbildenden Schulen (2015)
Weshalb halten wir uns denn krampfhaft an das Bild der Informatik, mit dem wir aufgewachsen sind? Sollten wir uns nicht gegenüber neuen Perspektiven unseres Feldes öffnen und uns wandeln? Insbesondere angesichts der Möglichkeiten, die sich für uns bieten (z. B. bei der Verbreiterung des Studierendenpools, der Themenvielfalt und des Impacts unserer Arbeiten) verstehe ich nicht, was dagegen spricht. Deshalb plädiere ich dafür, dass wir die sozialwissenschaftliche Dimension unserer Disziplin endlich vollumfänglich akzeptieren und als einen der Grundbausteine in unsere Ausbildungscurricula aufnehmen. Dabei müssten dann Aspekte wie zum Beispiel Mensch-Maschine-Interaktion, Social Computing oder sozialwissenschaftliche Methoden wie das Experimentieren mit Probanden und Umfragen feste Bestandteile unseres Pflichtprogramms werden, und bei der Einführung der Programmierung müsste eine Neuorientierung stattfinden – mit Schwerpunkten auf Gestaltung oder Erzählen, wie es an mehreren US-Hochschulen schon praktiziert wird.
Von Abraham Bernstein im Text Informatik ist auch eine Sozialwissenschaft! (2013)

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