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Beats Biblionetz - Bücher

Wirksamkeit nicht-pharmazeutischer Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus

Grundlagen für die Wirtschaftspolitik Nr. 15. Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Bern, Schweiz.
Samuel Rutz, Matteo Mattmann, Ann-Kathrin Crede, Michael Funk, Anja Siffert, Melanie Häner , local web 
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iconZusammenfassungen

Nachdem während rund zwei Monaten Massnahmen des Bundes zur Bekämpfung der CoronaPandemie in Kraft waren, erfolgten ab dem 27. April erste Lockerungsschritte. Nicht ausgeschlossen werden kann, dass es in Folge dieser Lockerungsschritte zu einem Wiederanstieg der Infektionsrate oder gar einer «Zweiten Welle» von Ansteckungen kommt. Das Ziel vorliegender Studie ist es daher, auf Basis einer Meta-Analyse evidenzbasierte Aussagen zur Wirksamkeit verschiedener Corona-Massnahmen zu treffen, resp. zu beurteilen, welche Massnahmen bei einem erneuten Anstieg der Infektionszahlen am angebrachtesten wären. In der Studie wurden einschlägige Publikationen berücksichtigt, die bis Anfang Juni 2020 veröffentlich wurden.
In einem ersten Teil der Studie werden die wichtigsten Übertragungsarten des neuen Coronavirus SARS-CoV-2 diskutiert. Während die Hauptübertragungsart mit hoher Wahrscheinlichkeit die Tröpfcheninfektion ist, deuten neuere Erkenntnisse auf eine mögliche Übertragung durch Aerosole hin. Bisher nicht abschliessend geklärt ist die Rolle von «Superspreader» und Kindern.
In einem zweiten Teil der Studie werden die international ergriffenen Massnahmen zur Bekämpfung der Ausbreitung der neuen Krankheit COVID-19 aufgeführt und anhand von Kriterien wie dem Grad der Freiwilligkeit, den Adressaten, dem Umfang der Betroffenheit der Adressaten, der geografischen Differenzierung und der Implementierung in der Schweiz kategorisiert.
Im Hauptteil der Studie wird die bestehende Literatur zur Wirksamkeit von Corona-Massnahmen diskutiert. Aus der Meta-Analyse resultieren die folgenden wichtigsten Erkenntnisse:
  • In der Kategorie der Mobilitätsmassnahmen sind Quarantänemassnahmen für infizierte Personen und Personen, die in Kontakt zu Infizierten standen, von hoher Wichtigkeit.
  • Bezüglich der Hygienemassnahmen resultiert, dass vor allem Masken – falls von infizierten Personen getragen – helfen, die Verbreitung des Virus zu reduzieren.
  • Abstandsmassnahmen, auch als «Social Distancing»-Massnahmen bekannt, haben einen starken Einfluss auf die Eindämmung von COVID-19 und gehen mit einer signifikanten Reduktion der Infektionen einher. Social Distancing wird von einigen Studien als die wichtigste Massnahme überhaupt beurteilt.
  • Beschränkungen und Verbote grosser Menschenansammlungen leisten einen wichtigen Beitrag zur Eindämmung des Virus. Die Bedeutung von Veranstaltungsmassnahmen steht aber in engem Zusammenhang mit der nicht endgültig geklärten Bedeutung der Übertragung von COVID19 durch Aerosole und Superspreader.
  • Schulschliessungen tragen zur Eindämmung der Pandemie bei. Die Heterogenität der Studienergebnisse bezüglich der konkreten Wirksamkeit ist allerdings hoch.
  • Tracing- und Testing-Massnahmen sind relativ effektiv und kostengünstig. Insbesondere Appbasiertes Tracing reduziert die Dauer der Kontaktaufnahme zu potenziell infizierten Personen und damit das Risiko weiterer Ansteckungen.
Schliesslich kommen verschiedene Studien zum Schluss, dass freiwillige Verhaltensänderungen ähnlich wichtig wie Reaktionen auf staatlich verordnete Massnahmen sind und daher in Design und der Implementierung von Massnahmen zu berücksichtigen sind.
Von Samuel Rutz, Matteo Mattmann, Ann-Kathrin Crede, Michael Funk, Anja Siffert, Melanie Häner im Buch Wirksamkeit nicht-pharmazeutischer Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus (2020)

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Corona-Pandemie, Krankheit, SchweizSwitzerland

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LokalAuf dem WWW Wirksamkeit nicht-pharmazeutischer Massnahmen zur Eindämmung des Coronavirus: Gesamtes Buch als Volltext (lokal: PDF, 1207 kByte; WWW: Link OK 2021-03-21)

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Beat hat dieses Buch während seiner Zeit am Institut für Medien und Schule (IMS) ins Biblionetz aufgenommen. Er hat dieses Buch einmalig erfasst und bisher nicht mehr bearbeitet. Beat besitzt kein physisches, aber ein digitales Exemplar. Eine digitale Version ist auf dem Internet verfügbar (s.o.). Aufgrund der wenigen Einträge im Biblionetz scheint er es nicht wirklich gelesen zu haben. Es gibt bisher auch nur wenige Objekte im Biblionetz, die dieses Werk zitieren.

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