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Beats Biblionetz - Aussagen

Angehende Lehrpersonen sind nicht besonders medienaffin

iconBemerkungen

Insbesondere Lehramtsstudierende erweisen sich als wenig digital-affin. Sie nutzen digitale Medien im Vergleich zu anderen Fächergruppen am wenigsten und zeigen dahingehend auch die geringste Motivation.
Von Ulrich Schmid, Lutz Goertz, Sabine Radomski, Sabrina Thom, Julia Behrens im Buch Monitor Digitale Bildung (2017) auf Seite 6
Vergleicht man die Befragungsergebnisse verschiedener Fächergruppen im Blick auf die Indikatoren:
  • a) „Nutzung digitaler Medien in Lehrveranstaltungen“
  • b) „Nutzung digitaler Medien anderweitig - für das Studium“ und
  • c) „Motivation durch digitales Lernen“,
so zeigt sich, dass Lehramtsstudierende die verschiedenen Lernmedien in den Lehrveranstaltungen und anderweitig im Studium im Mittel weniger nutzen als Studierende anderer Fächer – und damit auf dem letzten bzw. vorletzten Platz rangieren.
Selbst wenn sie diese anwenden, fühlen sie sich dadurch geringer motiviert als andere Studierende.
Von Ulrich Schmid, Lutz Goertz, Sabine Radomski, Sabrina Thom, Julia Behrens im Buch Monitor Digitale Bildung (2017) auf Seite 28
Die Medienkompetenz vieler deutscher Lehrer fasst der Hamburger Lehrerausbilder Rudolf Kammerl in einem vernichtenden Satz zusammen: "Wer gern ins Internet geht, wird nicht unbedingt Lehrer."
Von Jürgen Schaefer im Text Digital macht schlau! (2014)
Vorliegende Daten zeigen weiterhin, dass sich Lehramtsstudierende bereits zu Studienbeginn durch eine größere Distanz zu den neuen Medien auszeichnen (vgl. Lewin und Heublein 1998, S. 35-36; Baacke et al. o.J.; Middendorf 2002).
Von Sven Kommer, Ralf Biermann im Buch Jahrbuch Medienpädagogik 9 (2011) im Text Der mediale Habitus von (angehenden) LehrerInnen
Die genannten Beobachtungen und Befunde führen zu der These, dass es sich bei den vergangenen und aktuellen Entwicklungen keinesfalls um eine ‚Verkettung unglücklicher Umstände􀞋, sondern um einen systematischen Effekt handelt, der in den Dispositionen der Lehrpersonen (bzw. Lehramtsstudierenden) gegenüber den neuen Medien begründet liegt. Ein erster Hinweis in diese Richtung findet sich bei Baacke (1995), wenn er vom „pädagogischen Widerwillen gegen den Sehsinn“ spricht. Ein Befund von Mikos (2007), eigentlich auf Fernsehkritiker gemünzt, weist in eine ähnliche Richtung und präzisiert den Fokus: „Das soziale Feld Fernsehkritik lebt von alten Diskursmustern der Hochkultur, die alles Triviale abwertet, indem sie Kunstgenuss dem populären Vergnügen gegenüberstellen“ (Mikos 2007, S.54).
Diese Kritik der Fernsehkritik deutet die Richtung der im Folgenden untersuchten Fragestellung an: Existieren bei den angehenden Lehrpersonen Diskursmuster oder Dispositionen, die einer breiten Nutzung der digitalen Medien in der Schule entgegenstehen?
Von Sven Kommer, Ralf Biermann im Buch Jahrbuch Medienpädagogik 9 (2011) im Text Der mediale Habitus von (angehenden) LehrerInnen

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