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Beats Biblionetz - Begriffe

Intelligenzintelligence

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconDefinitionen

Jean PiagetIntelligenz ist die Lösung eines neuartigen Problems, die Koordination von Mitteln, um ein bestimmtes Ziel zu erreichen, das nicht unmittelbar erreicht werden kann.
Von Jean Piaget im Buch Probleme der Entwicklungspsychologie im Text Der Zeitfaktor in der kindlichen Entwicklung (1962) auf Seite 15
Ein Begriff, der häufig benutzt wird, um dem Mythos Ausdruck zu verleihen, eine einzelne Entität oder ein einzelnes Element sei für die Qualität der Denkfähigkeit einer Person verantwortlich. Ich ziehe es vor zu glauben, daß dieses Wort keine besondere Kraft und kein Phänomen repräsentiert, sondern einfach alle mentalen Fähigkeiten, die wir in jedem Augenblick bewundem, aber noch nicht verstehen.
Von Marvin Minsky im Buch The Society of Mind (1985) auf Seite 330
Rolf PfeiferChristian ScheierIntelligence is too complex a notion to be captured by a simple definition. What people in general and even scientists mean by the term varies greatly, and there is little hope that there will ever be agreement. The key aspect, implicitly or explicitly present in many conceptions of intelligence, is generation of behavioral diversity while complying with the rules. This idea is independent of any notion of levels of intelligence. It applies to abstract thinking just as much as to an animal avoiding a predator. An organism that always displays the same behavior is not intelligent.
Von Rolf Pfeifer, Christian Scheier im Buch Understanding Intelligence (1999) im Text The Study of Intelligence auf Seite 32

iconBemerkungen

Jean PiagetDie Intelligenz organisiert die Welt, indem sie sich selbst organisiert.
Von Jean Piaget im Buch Der Aufbau der Wirklichkeit beim Kinde (1937)
Neil PostmanIntelligenz besitzt keine Quantität und keine Ausdehnung, es sei denn, wir glauben, es verhält sich so.
Von Neil Postman im Buch Wir amüsieren uns zu Tode (1985) im Text Das Medium ist die Metapher
Hubert L. DreyfusDie Moral unserers Fünf-Stufen-Modells ist: Zur Intelligenz gehört mehr als nur kalkulierbarer Verstand.
Von Hubert L. Dreyfus, S. Dreyfus Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Mind over Machine (1986) im Text In fünf Schritten vom Neuling zum Experten auf Seite 61
Joseph WeizenbaumIch bin der Ansicht, dass ein in jeder Beziehung zu vereinfachter Begriff von Intelligenz sowohl das wissenschaftliche, wie das ausserwissenschaftliche Denken beherrscht hat, und dass dieser Begriff zum Teil dafür verantwortlich ist, dass es der perversen, grandiosen Phantasie der künstlichen Intelligenz ermöglicht wurde, sich dergestalt zu entfalten.
Von Joseph Weizenbaum im Buch Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (1976) im Text Künstliche Intelligenz auf Seite 269
Joseph WeizenbaumMir geht es [...] darum, dass die Mythen um die Intelligenztests die vielfach übernommene und doch so irreführende Überzeugung genährt haben, Intelligenz sei in irgendeiner Weise eine permanente, unveränderliche und kulturell unabhängige Eigenschaft von Individuen (etwa wie die Farbe der Augen) und dass sie darüber hinaus von Generation zu Generation durch Vererbung weitergegeben werde.
Von Joseph Weizenbaum im Buch Die Macht der Computer und die Ohnmacht der Vernunft (1976) im Text Künstliche Intelligenz auf Seite 270
Neil PostmanDa Intelligenz überwiegend durch die Fähigkeit, Wahrheit zu erfassen, definiert wird, leitet sich das, was eine Kultur unter Intelligenz versteht, insbesondere aus der Beschaffenheit ihrer wichtigen Kommunikationsformen her. In einer rein mündlichen Kultur bringt man Intelligenz häufig in eine Verbindung mit dem Talent zur dramatischen Zuspitzung, mit der Fähigkeit, knappe, vielseitig anwendbare Redewendungen zu ersinnen. Der weise Salomon, so wird uns im ersten Buch der Könige berichtet, kannte 3000 Sprichwörter. In einer Buchdruck-Kultur hält man Leute mit einem solchen Talent für verschroben, wahrscheinlich sogar für wichtigtuerische Langweiler. In einer rein mündlichen Kultur wird der Fähigkeit, etwas im Gedächtnis zu behalten, stets ein hoher Wert beigemessen, denn wo es nichts Schriftliches gibt, muß das Erinnerungsvermögen die Funktion einer mobilen Bibliothek übernehmen. Zu vergessen, wie etwas gesagt oder getan werden muß, wäre eine Gefahr für die Gemeinschaft und eine eklatante Form von Dummheit. In einer Buchdruck-Kultur ist es allenfalls ehrenwert, aber nicht nötig, ein Gedicht, eine Speisekarte, eine Gesetzesvorschrift auswendig zu kennen - es gilt fast immer für funktional irrelevant und gewiß nicht als ein Zeichen hoher Intelligenz.
Von Neil Postman im Buch Wir amüsieren uns zu Tode (1985) im Text Medien als Epistemologie

iconVerwandte Objeke


Fragen
Lässt sich Intelligenz messen?Can we measure intelligence?
Werden Computer künftig intelligenter als Menschen?
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Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Intelligenztest / IQ, Künstliche Intelligenz (KI / AI)artificial intelligence, Emotionale Intelligenz, Gehirnbrain, Denkenthinking
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Verwandte Aussagen
Intelligenz hat keinen Einfluss auf das Glücksempfinden
Musik fördert die Intelligenz
Intelligenz fördert Schulerfolg

CoautorInnenlandkarte

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iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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iconBlahfasel-Generator (Beta)

Intelligenz - ein schillernder Leitbegriff einer globalisierten Welt
Intelligenz - des öftern zitiert, jedoch Kaum durchdacht. Anlass also, das Themenfeld Intelligenz präziser zu betrachten.
Im Jahr 1936 wurde der Begriff erstmals erwähnt. Seither ist viel passiert.
Ein Blick auf die Begriffsgenese ist hilfreich. Die wichtigste Erklärung des Begriffs lautet: "Ein Begriff, der häufig benutzt wird, um dem Mythos Ausdruck zu verleihen, eine einzelne Entität oder ein einzelnes Element sei für die Qualität der Denkfähigkeit einer Person verantwortlich. Ich ziehe es vor zu glauben, daß dieses Wort keine besondere Kraft und kein Phänomen repräsentiert, sondern einfach alle mentalen Fähigkeiten, die wir in jedem Augenblick bewundem, aber noch nicht verstehen." (Marvin Minsky, 1985). ...

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo finden

iconAnderswo suchen Auch im Biblionetz finden Sie nicht alles. Aus diesem Grund bietet das Biblionetz bereits ausgefüllte Suchformulare für verschiedene Suchdienste an. Biblionetztreffer werden dabei ausgeschlossen.

iconBiblionetz-History Dies ist eine graphische Darstellung, wann wie viele Verweise von und zu diesem Objekt ins Biblionetz eingetragen wurden und wie oft die Seite abgerufen wurde.

Verweise auf Intelligenz 3373362927144133334316106759423116299716551727135467621043233232751362271033326346104310613423296514655484411278210443425284101225623155
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