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Beats Biblionetz - Begriffe

Wissen

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconDefinitionen

Wissen entsteht durch Denken, d.h. durch die logisch-funktionale Verknüpfung von Informationen.
Von ThinkTools AG, erfasst im Biblionetz am 24.05.2000
Christian SchucanWissen ist die Gesamtheit aller jetzt nutzbaren und als nützlich verstandenen abstrakten Strukturen
Von Christian Schucan im Buch Effektivitätssteigerung mittels konzeptionellem Informationsmanagement (1999) im Text Begriffliche Abgrenzung auf Seite 26
Don TapscottInformation that has been interpreted and synthesized, reflecting certain implicit values, becomes knowledge.
Von Don Tapscott im Buch Growing Up Digital (1997) im Text The Net Generation auf Seite 32
Wissen bezeichnet die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen.
Von Hugo Tschirky im Buch Technologie-Management - Idee und Praxis (1998) im Text Konzept und Aufgaben des Integrierten Technologie-Managements auf Seite 227
Rainer KuhlenWissen entsteht durch Umsetzung von Daten über Informationen in interne Wissensstrukturen. Das ist nichts anderes als Lernen.
Von Rainer Kuhlen im Buch Grundlagen der praktischen Information und Dokumentation im Text Information
Im Sinn des Wissensmanagements soviel wie Handlungsfähigkeit, im Sinn einer Nominaldefinition so viel wie vernetzte Information.
Von L. J. Heinrich im Buch Informationsmanagement im Text Grundlagen des Informationsmanagements
Wissen [..] entsteht durch Verknüpfung der Informationen mit bereits vorhandenem Vorwissen, d.h. Know-why, welches die absorptive Kapazität ausmacht.
Von Margit Osterloh, Ivan von Wartburg Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Technologie-Management - Idee und Praxis (1998) im Text Organisationales Lernen und Technologie-Management auf Seite 150
Ernst von GlasersfeldWissen ist eine Ansammlung begrifflicher Strukturen, die sich innerhalb des Erfahrungsbereichs des Subjekts als angepasst oder, wie ich sagen würde, als viabel erwiesen.
Von Ernst von Glasersfeld im Buch Wege des Wissens (1997) im Text Kognition, Konstruktion des Wissens und Unterricht auf Seite 178
Wissen entsteht erst dann, wenn ein erkennendes Subjekt mittels einer Frage, eines Wissenwollens, in die Welt hineinlangt und das, was zu seiner Frage passt, aus ihr herauszieht.
Von Martin Mosimann im Text Internet und Schule - eine Hassliebe (2004)
Gabi ReinmannHeinz MandlWissen mit Sinn und Bedeutung entsteht nur unter der Voraussetzung, dass Menschen auswählen, vergleichen, bewerten, Konsequenzen ziehen, verknüpfen, aushandeln und sich mit anderen austauschen. Wissen ist bedeutungsgerecht bewertete Information.
Von Gabi Reinmann, Heinz Mandl, Christine Erlach, Andrea Neubauer im Buch Wissensmanagement lernen (2001) im Text Erste Überlegungen zu Wissen und Wissensmanagement
Michael GieseckeWissen ist ein Spezialfall von Information, der sich u.a. dadurch auszeichnet, dass er von der kulturellen Gemeinschaft als wichtig für die kulturelle Reproduktion erklärt und zum Gegenstand von organisierten Lehr- und Lernprozessen gemacht wird.
Von Michael Giesecke in der Zeitschrift E-Learning, Medienräume, Lernformate (2005) im Text Auf der Suche nach posttypographischen Bildungsidealen auf Seite 15
Sigmar-Olaf TerganKnowledge is information, which has been cognitively processed and integrated into an existing human knowledge structure. Knowledge is dynamic. Its structure is constantly being changed and adapted to the affordances in coping with task situations.
Von Sigmar-Olaf Tergan, Tanja Keller im Buch Knowledge and Information Visualization (2005) im Text Visualizing Knowledge and Information
Information wird zu Wissen, wenn es in die spezifischen Erfahrungsmuster eines Systems eingebettet ist, die sich als für seine weitere Existenz, Entwicklung und Evolution als bedeutsam herausgestellt haben. Wissen sind durch Erfahrung getränkte Informationen.
Von Jochen Röpke im Text Lernen, Leben und Lieben im sechsten Kondratieff (1999)
Ernst von GlasersfeldWissen ist kein Bild oder keine Repräsentation der Realität, es ist vielmehr eine Landkarte dessen, was die Realität uns zu tun erlaubt. Es ist das Repertoire an Begriffen, begrifflichen Beziehungen und Handlungen oder Operationen, die sich in der Verfolgung unserer Ziele als viabel erwiesen haben.
Von Ernst von Glasersfeld im Buch Wege des Wissens im Text Lehren und Lernen aus der Sicht eines Konstruktivisten (1991) auf Seite 202
"»Wissen" ist die Auswahl aus den Informationen, die wir zur Kenntnis nehmen, die wir verstehen, in unsere kognitiven Schemata integrieren, die eine "Bedeutung" für uns haben. Wissen ist eine Leistung des Subjekts, auch eine Brücke zwischen unserem kognitiven System und dem uns umgebenden "Milieu".
Von Horst Siebert im Buch Didaktisches Handeln in der Erwachsenenbildung (2003) im Text Didaktische Prinzipien auf Seite 132
Erich FrommWissen bedeutet, durch die Oberfläche zu den Wurzeln und damit zu den Ursachen vordringen, die Realität in ihrer Nacktheit »sehen«. "Wissen bedeutet nicht, im Besitz von Wahrheit zu sein, sondern durch die Oberfläche zu dringen und kritisch und tätig nach immer größerer Annäherung an die Wahrheit zu streben.
Von Erich Fromm im Buch Haben oder Sein (1976) im Text Haben oder Sein in der alltäglichen Erfahrung auf Seite 48
Gilbert ProbstWissen bezeichnet Kenntnisse und Fähigkeiten, die der Mensch zur Lösung von Problemen einsetzt. Dazu gehören Erwartungen über Ursachen-Wirkungs-Zusammenhänge, praktische Alltags- und Handlungsregeln. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch immer an Personen gebunden, die sie interpretieren und handelnd nutzen. [Manager-Bilanz 10-02]
Von Gilbert Probst, erfasst im Biblionetz am 13.10.2002
Kai RomhardtWissen bezeichnet die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen. Dies umfaßt sowohl theoretische Erkenntnisse als auch praktische Alltagsregeln und Handlungsanweisungen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch immer an Personen gebunden. Es wird von Individuen konstruiert und repräsentiert deren Erwartungen über Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge in einem bestimmten Kontext.
Von Kai Romhardt im Buch Die Organisation aus der Wissensperspektive (1998) im Text Begriffsklärungen auf Seite 64

iconBemerkungen

Heinz von FoersterWissen bedeutet Verantwortung.
Von Heinz von Foerster im Buch Sicht und Einsicht im Text Die Verantwortung des Experten (1971) auf Seite 23
Karl R. PopperAlles Wissen ist seinem Inhalt nach a priori, nämlich genetisch a priori.
Von Karl R. Popper im Buch Alles Leben ist Problemlösen (1994) im Text Die erkenntnistheoretische Position der Evolutionären Erkenntnistheorie auf Seite 129
Jakob NielsenKnowing about a system is a one-way street. One cannot go back to knowing nothing.
Von Jakob Nielsen im Buch Usability Engineering (1994) im Text Executive Summary auf Seite 13
Ludwig Wittgenstein6.36311 Dass die Sonne morgen aufgehen wird, ist eine Hypothese; und das heißt: wir wissen nicht, ob sie aufgehen wird.
Von Ludwig Wittgenstein im Buch Tractatus logico-philosophicus im Text Tractatus logico-philosophicus (1933) auf Seite 81
Wenn ich nicht weiss, dass ich nicht weiss, glaube ich zu wissen. Wenn ich nicht weiss, dass ich weiss, glaube ich nicht zu wissen.
Von Ronald D. Laing, erfasst im Biblionetz am 11.07.1998
Sherry TurkleBis zu einem gewissen Grad entsteht Wissen aus konkreter Erfahrung, basiert es auf einer Körperlichkeit, die jeder von uns anders erlebt.
Von Sherry Turkle im Buch Leben im Netz (1995) im Text Das Unbehagen an der Virtualität auf Seite 386
Je weiter sich Wissen verbreitet, umso größer sein gesellschaftlicher Nutzen. Sein Warenwert hingegen schwindet mit der Verbreitung gegen null.
Von André Gorz im Buch Wissen, Wert und Kapital (2004)
Des Menschen Wissen ist relativ, er kann keinen direkten Zugang zur (erkenntnistheoretisch notwendig vorauszusetzenden) Realität 'an sich', zum 'Sein' haben.
Von Wolfram K. Köck im Buch Zur Biologie der Kognition (1990) im Text Autopoiese, Kognition und Kommunikation auf Seite 163
Sigmar-Olaf TerganThe most important difference between information and knowledge is that information is outside the brain (sometimes called "knowledge in the world") and knowledge is inside.
Von Sigmar-Olaf Tergan, Tanja Keller im Buch Knowledge and Information Visualization (2005) im Text Visualizing Knowledge and Information
Beat Döbeli HoneggerWenn man über diese Begriffe zu diskutieren beginnt, sollte man überprüfen, ob alle Beteiligten kompatible Definitionen der Begriffe Daten - Information - Wissen verwenden...
Von Beat Döbeli Honegger, erfasst im Biblionetz am 19.06.2000
Peter A. BruckGuntram GeserDie Weitergabe von Wissen bedarf grundsätzitch menschlicher Akteure, während der Austausch von Informationen auch automatisiert zwischen Computern erfolgen kann (Information- vs. Knowledge Sharing).
Von Peter A. Bruck, Guntram Geser im Buch Schulen auf dem Weg in die Informationsgesellschaft (2000) im Text Einleitung auf Seite 33
Heinz von FoersterMeine Vorstellung ist dagegen, dass das Wissen von einem Menschen selbst generiert wird und es im wesentlichen darauf ankommt, die Umstände herzustellen, in denen diese Prozesse der Generierung und Kreation möglich werden.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 70
Heinz von FoersterWissen lässt sich nicht vermitteln, es lässt sich nicht als eine Art Gegenstand, eine Sache oder ein Ding begreifen, das man - wie Zucker, Zigaretten, Kaffee - von A nach B transferieren kann, um in einem Organismus eine bestimmte Wirkung zu erzeugen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 70
Heinz von FoersterEs ist kein Wunder, dass ein Bildungssystem, welches den Prozess der Erzeugung neuer Prozesse mit der Verteilung von Gütern, genannt 'Wissen' verwechselt, in den dafür bestimmten Empfängern grosse Enttäuschung hervorrufen muss, denn die Güter kommen nie an: es gibt sie nicht!
Von Heinz von Foerster im Buch Wissen und Gewissen im Text Zukunft der Wahrnehmung: Wahrnehmung der Zukunft (1971)
Data is Information is knowledge is Information is data. Ask an expert and receive a philosophical treatise on the fine distinctions between data, Information, knowledge, and wisdom. Ask a colleague and they'll question your sanity. But go ahead anyway. Ask someone to define Information. Then poke holes in their definitions. Keep at it. Don't let them off the hook. I'll bet it's easy and fun, in a disturbing sort of way, like shooting fish in a barrel.
Von Peter Morville im Buch Ambient Findability (2005) im Text Information Interaction auf Seite 45

iconVerwandte Objeke


Aussagen
Bildung ist kein Wissenstransfer.
Halbwertszeit des Fachwissens sinkt
Internet macht Wissen NICHT überflüssig.
icon
Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Informationinformation, Wissensmanagementknowledge management, Explizites Wissen, Lernenlearning, Implizites Wissenimplicit knowledge
icon
Verwandte Aussagen
Information ist kein Wissen
Wissen ist Macht
Simplicity Law 4: Knowledge makes everything simpler.

CoautorInnenlandkarte

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iconRelevante Personen

iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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iconBlahfasel-Generator (Beta)

Wissen - ein Übersicht angeregt von Gabi Reinmann
Das Thema "Wissen" gestaltet immer mehr das gesamte Denken. Es wird aus diesen Überlegungen der Versuch unternommen, einige essentielle Erläuterungen theoretisch fundiert zu formulieren.
Bereits im Jahr 1620 wurde der Begriff ein erstes Mal erwähnt. Dies bietet die Chance für eine historische Betrachtungsweise. Oft wird Heinz Mandl zum Themenfeld Wissen zitiert. Doch auch Ernst von Glasersfeld hat diesbezüglich einen guten Ruf.
Sinnvoll ist ein Blick auf die Begriffsgenese. Eine ältere Erklärung des Begriffs von Christian Schucan aus dem Jahr 1999 lautet: "Wissen ist die Gesamtheit aller jetzt nutzbaren und als nützlich verstandenen abstrakten Strukturen"Verwandt lautet die Erklärung von Don Tapscott von 1997 : "Information that has been interpreted and synthesized, reflecting certain implicit values, becomes knowledge.". Unterschiede und Gemeinsamkeiten liegen hier nahe beieinander. ...

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo finden

iconExterne Links

Auf dem WWW http://www.radiobremen.de/rbtext/rb2/_wissen/marzluf/index.html :Gewusstes Unwissen:Kybernetische Gedanken-Gänge von Arnulf Marzluf ( WWW: Link tot Link unterbrochen? Letzte Überprüfung: 2017-06-28 Letzte erfolgreiche Überprüfung: 2009-02-13)

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Verweise auf Wissen 365545111102339813137914117154663433101112219261112712614183715717411614104152516259223251324251210183019203515212125182123925133623182822201914252113242595151165173415761042133638338312344235143106362468428241115247191112121063712154222299663132332237103433
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