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Beats Biblionetz - Begriffe

Schuleschool

iconBiblioMap Dies ist der Versuch, gewisse Zusammenhänge im Biblionetz graphisch darzustellen. Könnte noch besser werden, aber immerhin ein Anfang!

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iconSynonyme

Schule, school

iconDefinitionen

Hilbert MeyerSchulen sind historisch gewachsene und bürokratisch organisierte Institutionen zur Reproduktion der Gesellschaft und zur Sozialisation des einzelnen.
Von Hilbert Meyer im Buch Unterrichtsmethoden I (1987)

iconBemerkungen

Heinz von FoersterTests test tests.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 67
Heinz von FoersterEin gutes Zeugnis ist ein Beleg für eine geglückte Trivialisierung.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 68
Heinz von FoersterMeine Auffassung ist, dass man nie wissen kann, was der Schüler weiss.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 67
Im Bildungsbereich dagegen stehen wir etwa dort, wo die Medizin vor 100 Jahren war: Viel Ideologie, viel Tradition, sehr wenig Wissen.
Von Andreas Schleicher im Text Viel Ideologie, sehr wenig Wissen (2010)
Fritjof CapraDie geistige Verarmung und der Verlust der kulturellen Vielfalt infolge des übertriebenen Gebrauchs des Computers ist besonders bedenklich auf dem Gebiet von Bildung und Erziehung.
Von Fritjof Capra im Buch Lebensnetz (1996) im Text Die Logik des Geistes auf Seite 87
Seymour PapertEs geht nicht mehr um die Frage, wie Macht innerhalb der Schulhierarchie verteilt wird, sondern darum, ob Hierarchie überhaupt als Organisationsform im Bereich Schule geeignet ist.
Von Seymour Papert im Buch Revolution des Lernens (1993) im Text Lehrer auf Seite 82
Heinz von FoersterDie übliche Vorstellung von einem Lehrer ist, dass er alles weiss - und die Kinder, die Schüler, nichts wissen. Lernen wäre demnach als die schrittweise Beseitigung von Unwissen zu begreifen.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Pädagogik auf Seite 69
Seymour PapertDie hierarchische Struktur der Schule ist aufs engste mit ihren pädagogischen Auffassungen und besonders mit ihrem Festhalten an der Ansicht verbunden, Wissen selbst sei hierarchisch strukturiert.
Von Seymour Papert im Buch Revolution des Lernens (1993) im Text Lehrer auf Seite 83
Die Ergebnisse zu Fragen der Lernmotivation zeigen ein wenig erfreuliches Bild: Die Schule ist bei allen SchülerInnen im Mittel eher kein Ort, an dem gerne gelernt wird - und daran kann ändert auch das Notebook nichts.
Von Vera Popper, Christiane Spiel Personenreihenfolge alphabetisch und evtl. nicht korrekt im Buch Evaluierung des österreichweiten Modellversuchs 'e-Learning und e-Teaching mit SchülerInnen-Notebooks' (2003)
Wir haben hier Kinder des 21. Jahrhunderts, mit Lehrern und Eltern aus dem 20. Jahrhundert in einem Bildungssystem des 19. Jahrhunderts. Dieses System funktioniert so nicht mehr und wird auch nicht mehr akzeptiert.
Von Andreas Schleicher im Text Viel Ideologie, sehr wenig Wissen (2010)
Marc PrenskyThe single biggest problem facing education today is that our Digital Immigrant instructors, who speak an outdated language (that of the pre-digital age), are struggling to teach a population that speaks an entirely new language.
Von Marc Prensky im Text Digital Natives, Digital Immigrants (2001)
Schule geben bedeutet handeln in einem halbchaotischen Umfeld, das immer wieder neue Strategien erfordert. Der persönliche Erfahrungsschatz und die eigenen Kompetenzen stehen oft im Widerspruch zur offiziellen Bildungsdoktrin.
Von Allan Guggenbühl im Text Leidenschaft und Persönlichkeit (2010)
Heinz von FoersterDenken Sie doch an unsere Kinder, die absolut nicht-triviale Maschinen sind. Also man fragt: Wie viel ist zwei mal zwei, da sagt er: grün. So geht das nicht weiter, da schickt man ihn sofort in eine staatliche Trivialisationsmaschine, da wird er trivialisiert: zweimal zwei ist vier!
Von Heinz von Foerster in der Radioserie Wir sehen nicht, dass wir nicht sehen (1998)
Peter MottDas heute praktizierte Schulmodell ist das aus dem 19. Jahrhundert stammende Fabrikmodell: Alles, was hinten rauskommt, muss gleich aussehen. Unterwegs wird die schlechte Ware von der guten getrennt, aber die Prozesse sind für alle gleich. Es gehört abgelöst. Die Technologie ermöglicht heute ein viel individuelleres Lernen und Lehren. Wenn die Schulen diese Entwicklung nicht mitmachen, könnte es sein, dass sie früher oder später irrelevant werden.
Von Peter Mott im Text "Das Fabrikmodell der Schule gehört abgelöst" (2012)
Schools are formed around specific time and place functions. Students arrive at school at a predetermined time, move from subject to subject in defined intervals, and leave on time. Each space within the school has an identified function with rules and regulations for its use and visitation. Students are disciplined though the regimentation of time and space, where they are categorized and differentiated. Schools are institutions of disciplinary power, in which there is a normalization of knowledge that works to normalize students to the desires of society (Selwyn, 2003).
Von Teresa J. Franklin im Buch Bringing Schools into the 21st Century (2011) im Text The Mobile School
Die zentrale Aufgabe der Schule besteht darin, den Schülerinnen und Schülern zielgerichtet und organisiert grundlegende fachspezifische und überfachliche Kompetenzen zu vermitteln. Leistungsbereitschaft wird gefordert und gefördert. Die Schülerinnen und Schüler werden beim Entdecken von persönlichen Interessen, dem Vertiefen von individuellen Begabungen und in der Entwicklung ihrer individuellen Persönlichkeit ermutigt, begleitet und unterstützt. Die Vermittlung von Kompetenzen knüpft am Entwicklungsstand der Schülerinnen und Schüler an. Es werden Lerngelegenheiten angeboten, die dem unterschiedlichen Lern- und Leistungsstand und der Heterogenität einer Schulklasse Rechnung trägt.
Von D-EDK Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz im Buch Lehrplan 21 (Entwurfsfassung) (2013) im Text Einleitung
Heinz von FoersterDenken Sie nur an den gesellschaftlichen Umgang mit Kindern, die sich - zu unserem Schrecken - vielfach auf eine nichttriviale Weise verhalten. Man fragt ein Kind: "Was ist zwei mal zwei?" Und es sagt: "Grün!" Eine solche Antwort ist auf eine geniale Weise unberechenbar, aber sie scheint uns unzulässig, sie verletzt unsere Sehnsucht nach Sicherheit und Berechenbarkeit. Dieses Kind ist noch kein berechenbarer Staatsbürger, und vielleicht wird es eines Tages nicht einmal unseren Gesetzen folgen. Die Konsequenz ist, daß wir es in eine Trivialisationsanstalt schicken, die man offiziell als Schule bezeichnet. Und auf diese Weise verwandeln wir dieses Kind Schritt für Schritt in eine triviale Maschine, das unsere Frage "Was ist zwei mal zwei?" auf immer dieselbe Weise beantwortet.
Von Heinz von Foerster im Buch Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners (1998) im Text Erklärung der Erklärung auf Seite 55
Schulen haben eine soziale Aufgabe: eine Gesellschaft der Freiheit und der Zusammenarbeit zu errichten. Diese Aufgabe zu erfüllen, bedeutet, Freie Software zu unterrichten und nur Freie Software. Dafür gibt es mehrere Gründe. Beginnend mit dem Oberflächlichsten sind diese Gründe:
  • 0. um Geld zu sparen, wovon Schulen nicht genug haben.
  • 1. um Schülern den Umgang mit Freier Software beizubringen, damit diese als Bürger in einer Gesellschaft agieren, in der Computer-Benutzer Freiheiten haben.
  • 2. um ihren Schülern, die von Natur aus Programmierer sind, diesen 13- oder 14-jährigen Jugendlichen, die vom Programmieren fasziniert sind, die Chance zu geben, guten, klaren Code zu schreiben. (Man lernt das, indem man viel Code liest und viel Code ändert - etwas, das nur Freie Software erlaubt.)
  • 3. um Kindern, angefangen im Kindergarten, die Gepflogenheit und den Geist der Hilfe für ihre Nachbarn beizubringen. Jede Klasse sollte diese Regel haben: "Kinder, wenn ihr Software mit zur Schule bringt, dürft ihr sie nicht für euch alleine behalten, ihr müsst sie mit dem Rest der Klasse teilen." Der Ehrlichkeit halber muss die Schule dann ihre eigene Regel befolgen: Sie darf nur Freie Software in die Klassen bringen.
Von Richard Stallman in der Zeitschrift LOG IN 144: Freie und Open-Source-Software (2007) im Text Die vier Freiheiten eines Software-Benutzers

iconVerwandte Objeke


Fragen
Hilft Multimedia beim Lernen?
Was bringt Computereinsatz in der Schule?
Wie ist der Zugang zu Computer und Internet in den Schulen geregelt?
Wie lässt sich Internet in der Schule einsetzen?
Wie verändert ICT den Unterricht?
Wovon hängt der Schul- oder Studienerfolg ab?

Aussagen
Behauptung 28: Ohne einen Internet-Anschluss kann eine Schule ihren Bildungsauftrag bald nicht mehr erfüllen.
Behauptung 29: Das Internet im Unterricht macht die heile Welt der Schule mit der harten Realität des Alltags kaputt.
Behauptung 30: Die Lehrer kommen mit dem Internet nicht zurecht und werden es deshalb auch nicht einsetzen.
Die Schule muss vermehrt Erziehungsaufgaben übernehmen
ICT in der Schule: Inhalt vor Technik!
Schule muss auf lebenslanges Lernen vorbereiten
Schulen benötigen professionellen Informatiksupport!
icon
Verwandte Begriffe
(Cozitation)
Unterricht, LehrerInteacher, Bildungeducation (Bildung), Kinderchildren, Lernenlearning
icon
Verwandte Aussagen
Schule muss auf lebenslanges Lernen vorbereiten
Schulen sind keine Unternehmen
Die Schule fördert das Minimalprinzip bei den Lernenden.
Die heutige Schule ist auf die Bedürfnisse der Industriegesellschaft ausgerichtet
Die Industrielle Revolution hat zur allgemeinen Schulpflicht geführt.
Buchdruck hat Schulen beeinflusst
Die Schule ist ein lukrativer Markt
Leitmedienwechsel beeinflusst Schule
Schule ist nicht gleich Hochschule

CoautorInnenlandkarte

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iconRelevante Personen

iconHäufig erwähnende Personen

iconHäufig co-zitierte Personen

iconStatistisches Begriffsnetz Dies ist eine graphische Darstellung derjenigen Begriffe, die häufig gleichzeitig mit dem Hauptbegriff erwähnt werden (Cozitation).

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iconBlahfasel-Generator (Beta)

Das Spannungsfeld Schule zwischen gestern und morgen
Fast nie eine bekanntere Diskussionssendung, ohne dass das Themenfeld "Schule" erwähnt wird. Es wird aus diesen Überlegungen der Versuch unternommen, einige essentielle Erläuterungen im Rückblick zu dokumentieren.
Ein erstes Mal beschrieben wurde der Begriff im Jahr 1960. Wer erinnert sich noch genau an diese Zeiten? Oft wird Beat Döbeli Honegger zum Themenfeld Schule zitiert. Doch auch Dominik Petko hat diesbezüglich einen guten Ruf.
Ein Blick auf die Begriffsgenese ist angezeigt. Die prominenteste Erklärung des Begriffs lautet: "Schulen sind historisch gewachsene und bürokratisch organisierte Institutionen zur Reproduktion der Gesellschaft und zur Sozialisation des einzelnen." (Hilbert Meyer, 1987). ...

icon2 Vorträge von Beat mit Bezug

iconErwähnungen Dies ist eine nach Erscheinungsjahr geordnete Liste aller im Biblionetz vorhandenen Werke, die das ausgewählte Thema behandeln.

iconAnderswo finden

iconExterne Links

Auf dem WWW Teilautonome Volksschule: Ein Projekt der Bildungsdirektion des Kantons Zürich ( WWW: Link OK 2017-02-11)
Auf dem WWW http://www.schulprojekt21.ch/ :Schulprojekt 21 - Lernen für das 21. Jahrhundert ( WWW: Link tot Link unterbrochen? Letzte Überprüfung: 2017-02-11 Letzte erfolgreiche Überprüfung: 2012-06-13)

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Verweise auf Schule 651955171125106832181271038123334671112149241874510641938178159252213116111929261110161564381635365437391645624999292637615028812659603412191663457648122215262721105417172116171871119623163711122611262131201513254037248241833362472121702245153829593545141832808067196171319502164646494178139101756097545032469294772912633292625110262148854853581819122625249464172752760282739367540301427
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